Hier findest Du nun wirklich einige altertümliche Rezepte,
sogenannte «Hausmittel», die unsere Ahnen aufschrieben.
(Nein, wieder keine wahren oder echten Hexenrezepte.)

In der heutigen modernen Zeit erscheinen sie uns wohl auch eher fraglich
als Konkurrenz zu «Aspirin & Co.»

Doch: Ist es nicht auch ein wenig interessant,
wie man sich in früheren Tagen zu helfen verstand?

Und mitunter ist es vielleicht sogar einen Versuch wert,
ein altbewährtes Hausmittel zu probieren,
ehe man zur «chemischen Keule» greift.
(Womit ich aber auch nichts gegen manchen hilfreichen «Segen» der heutigen Medizin sagen will!)

 

Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen. 

Albert Einstein

Hausmittel gegen Husten, Schnupfen, Katarrh
a. Fliederthee – sehr schweißtreibend
b. Pfeffermünzthee – schweißbefördernd
c. Brustthee aus isländischem Moos – sehr wohlthuend und lösend
d. Heiße Milch mit Rum und Pfeffer – neuerdings bewährtes Mittel
bei beginnender Influenza

Gegen arge Kopfschmerzen nimm eine halbe Schüssel voll Gerste,
je eine Handvoll Betonienkraut, Eisenkraut und andere Kräuter,
die für den Kopf gut sind;
nachdem du sie gut miteinander gekocht hast,
nimm sie wieder heraus und wickle sie in ein Tuch,
lege es auf den kranken Kopf und er wird heil.

(Doktor med. Holzwurm)

Hausmittel gegen Magenleiden
a. Pepsin in einer Unze Zimmetwasser gelöst und mit Natron
und einer Unze Eisentinktur gemischt.
Täglich eine halbe Stunde nach dem Mittags- und Abendessen
einen halben Theelöffel voll wirkt
gegen Magenschwäche.
b. Rhabarber-Tinktur – 20 bis 30 Tropfen täglich sind ein leichtes Mittel
gegen Magenschwäche.
c. Schafgarbenthee oder Kamillenthee – sehr heiß getrunken wirkt er
gegen Magenkrampf.
d. Doppelkohlensaures Natron – wirkt in einem Glas Wasser
gegen aufsteigende Magensäure.

Wenn jemand einen kranken Magen hat,
nimm ein Pfund Kümmel und zerstoße es mit einem Mörser.
Nimm dazu gutes abgestandenes Bier,
siede beides zusammen und schäume es gut ab.
Wenn es genug gekocht hat, nimm es vom Feuer,
laß es durch ein Leinentuch laufen und laß es den Kranken lauwarm trinken.
Den Satz von dem Kümmel magst du in ein Leinensäckchen tun
und es dem Kranken – so heiß, als er es vertragen mag -
auf den Magen legen. So wird ihm besser werden.

(Doktor med. Holzwurm)

Hausmittel zur Verschönerung und Erhaltung der Zähne
a. Pulverisirte Lindenkohle mit Salbei gemischt
b. Schlemmkreide, Calmus und China – zu möglichst gleichen Theilen gemischt
c. Sechs Tropfen Nelkenöl mit acht Gramm China und 15 Gramm Santel gemischt dienen zur Pflege von Zähnen und Zahnfleisch.
d. Schlemmkreide mit Pfeffermünztinktur gemischt

Wie man die Zähne weiß machet:
Nimm Malwenwurzel und reibe damit Zähne und Zahnfleisch.
Und darnach nimm ein rauhes Tuch und reibe die Zähne damit.
Wasche deinen Mund einmal im Monat mit Wein, in dem Wolfsmilch gekocht wurde und dir werden die Zähne nie ausfallen.

(Doktor med. Holzwurm)

Hausmittel gegen das Ausfallen der Haare
Tägliche Waschungen der Kopfhaut mit einer Flüssigkeit,
die zu gleichen Theilen aus lauwarmem Wasser, Windsorseife und Rum oder Franzbranntwein gemischt wurde.

 

Dir wird sicher nicht entgangen sein,
dass der bewährte Doktor med. Holzwurm auch hier das Wort erhob.
Ergänzend fügt er hinzu:
«Die ersten beiden meiner Rezepte sind tauglich,
aber für die Sache mit der Wolfsmilch mag ich mich nicht verbürgen!»

 

Glück ist gute Gesundheit 
und ein schlechtes Gedächtnis.

Albert Schweitzer